Ein Wegweiser zur Auswahl einer Distribution
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| A d v e r t i s e m e n t |

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| Ubuntu |
Der Start von Ubuntuwurde erstmals im September 2004 angekündigt. Obwohl ein relativer Neuling in der Linux-Szene, legte das Projekt einen unvergleichlichen Start hin. Die Mailing-Listen waren bald gefüllt mit Diskussionen eifriger Nutzer und enthusiastischer Entwickler. In den darauf folgenden Jahren wuchs Ubuntu zur populärsten Linux-Distribution heran und trug wesentlich zur Entwicklung eines leicht benutzbaren und freien Desktop-Systems bei, das auch gut mit den am Markt verfügbaren proprietären Systemen mithalten kann.
Was waren die Gründe für Ubuntus überwältigenden Erfolg? Erstens, das Projekt wurde durch Mark Shuttleworth ins Leben gerufen, einen charismatischen südafrikanischen Multimillionär, früheren Debian-Entwickler und den weltweit ersten Weltraum-Tourist, dessen Firma - die auf der Isle of Man ansässige Canonical Ltd. - momentan das Projekt finanziert. Zweitens hat Ubuntu von den Fehlern vergleichbarer Projekte gelernt und diese von Anfang an vermieden: es entstand eine exzellente Internet-basierte Infrastruktur mit einem Wiki als Dokumentation, einer kreativen Einrichtung zur Meldung von Fehlern und einer professionellen Einstellung gegenüber den Nutzern. Und drittens ist Ubuntu, dank seines wohlhabenden Gründers, in der Lage, kostenlose CDs an alle interessierten Nutzer zu verschicken, um so zu einer schnellen Verbreitung der Distribution beizutragen.
Auf der technischen Seite basiert Ubuntu auf Debian "Sid" (dem Entwicklungszweig), aber mit Aktualisierung einiger wichtiger Pakete wie GNOME, Firefox und OpenOffice.org auf deren jeweils aktuellste Version. Es hat einen berechenbaren sechsmonatigen Veröffentlichungsplan mit gelegentlichen Veröffentlichungen, die für 3 - 5 Jahre mit Sicherheitsupdates unterstützt werden (sogenannte Long Term Support oder LTS - Ausgaben; andere Ausgaben werden nur für 18 Monate untersützt). Andere spezielle Merkmale von Ubuntu sind eine installierbare Live-CD, ein kreativ gestaltetes Erscheinungsbild, ein Migrations-Assistent für Windows-Nutzer, Unterstützung der neuesten Technologien wie zum Beispiel 3D-Effekte auf dem Desktop, einfache Installation proprietärer Gerätetreiber für ATI und NVIDIA Grafikkarten sowie Funknetzwerkkarten und auf Wunsch Unterstützung unfreier oder patentrechtlich geschützter Media-Codecs.
- Vorteile: Feststehende Veröffentlichungstermine und Unterstützungsdauer; geeignet für Anfänger; umfangreiche Dokumentation, sowohl aus offiziellen Quellen als auch durch Benutzer beigesteuert
- Nachteile: Ein Teil der durch Ubuntu entwickelten Software (z. B. Rosetta) ist proprietär; fehlende Kompatibilität mit Debian
- Software Paket Management: Advanced Package Tool (APT) unter Verwendung von DEB-Paketen
- Erhältliche Ausgaben: Ubuntu, Kubuntu, Xubuntu, Ubuntu Studio und Mythbuntu für 32-Bit (i386) und 64-Bit (x86_64) Prozessoren; Ubuntu Server Edition auch für SPARC-Prozessoren
- Vorgeschlagene Ubuntu-basierte Alternativen: Linux Mint (Desktop), gOS (Desktop mit Google Anwendungen), OpenGEU (Desktop mit Enlightenemnt), Ultimate Edition (Desktop), CrunchBang Linux (Desktop mit Openbox), gNewSense (Freie Software)

Ubuntu 9.10
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| Fedora |
Obwohl Fedora formell erst im September 2004 enthüllt wurde, reichen seine Ursprünge tatsächlich bis ins Jahr 1995 zurück, in dem es von zwei Linux-Visionären - Bob Young and Marc Ewing - unter dem Namen Red Hat Linux gestartet wurde. Das erste Produkt der Firma, Red Hat Linux 1.0 "Mother's Day" (Muttertag), wurde im selben Jahr veröffentlicht und schnell folgten mehrere Aktualisierungen zur Fehlerkorrektur. 1997 führte Red Hat sein revolutionäres RPM Paket-Verwaltungs-System ein, das Abhängigkeiten auflösen konnte und andere fortschrittliche Eigenschaften besaß, womit es zu einem großen Teil zur schnell steigenden Popularität der Distribution beitrug, die damit Slackware als am weltweit häufigsten genutzte Linux-Distribution ablöste. In späteren Jahren veröffentliche Red Hat in einem 6-monatigen Turnus.
2003, direkt nach der Veröffentlichung von Red Hat Linux 9, führt die Firma einige radikale Veränderungen an ihrer Produktlinie ein. Das Markenzeichen Red Hat bleibt damit den kommerziellen Produkten, insbesonder Red Hat Enterprise Linux, vorbehalten und sie führt Fedora Core ein, eine von Red Hat gesponsorte aber Community-orientierte Distribution für den "Linux Bastler". Nach anfänglicher Kritik an den Änderungen akzeptierte die Linux-Community die "neue" Distribution als logische Fortführung von Red Hat Linux. Fedora benötigte nur ein paar qualitativ gute Veröffentlichungen, um den früheren Status als eins der beliebtesten Betriebssysteme auf dem Markt zurück zu erobern. Gleichzeitig wurde Red Hat zur größten und profitabelsten Linux Firma der Welt, mit einer innovativen Produktlinie und anderen interessanten Initiativen, wie etwa dem Red Hat Certified Engineer (RHCE) Zertifizierungsprogramm.
Obwohl Fedoras Entwicklung noch immer weitgehend von Red Hat kontrolliert wird und das Produkt manchmal - ob zu Recht oder zu Unrecht - als Red Hats Versuchsfeld für Red Hat Enterprise Linux gesehen wird, kann es nicht geleugnet werden, dass Fedora eine der innovativsten Distributionen ist, die man bekommen kann. Ihre Beiträge zum Linux Kernel, der glibc und GCC sind wohlbekannt und ihre neuere Integration von SELinux-Funktionen, Xen Virtualisierungstechnologien und anderer professioneller Merkmale werden von den Kunden der Firma sehr geschätzt. Nachteilig ist, dass es Fedora noch immer an einer klaren Strategie für den Desktop-Einsatz fehlt, die es jenen außerhalb der "Linux Bastler"-Zielgruppe leichter machen würde, das Produkt zu nutzen.
- Vorteile: Hoch innovativ; herausragende Sicherheitsmerkmale; große Anzahl unterstützter Pakete; strenge Befolgung der Philosophie freier Software
- Nachteile: Fedoras Prioritäten liegen eher bei Unternehmensfunktionen als bei der Desktop Benutzbarkeit
- Software Paket Management: YUM, ein grafisch und über die Kommandozeile zu bedienendes Programm, unter Verwendung von RPM-Paketen
- Erhältliche Ausgaben: Fedora für 32-Bit (i386), 64-Bit (x86_64) und PowerPC (ppc) Prozessoren; Red Hat Enterprise Linuxfür i386, IA64, PowerPC, s390x und x86_64 Architekturen; außerdem Live-CD-Editionen mit entweder GNOME oder KDE
- Vorgeschlagene Fedora-basierte Alternativen: BLAG Linux And GNU (Desktop, freie Software), Berry Linux (Live-CD), Yellow Dog Linux (Apples PowerPC-basierte Systeme)
- Vorgeschlagene Red Hat-basierte Alternativen: CentOS, Scientific Linux, StartCom Enterprise Linux

Fedora 12
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| openSUSE |
Die Anfänge von openSUSE reichen ins Jahr 1992 zurück, als vier deutsche Linux-Enthusiasten - Roland Dyroff, Thomas Fehr, Hubert Mantel and Burchard Steinbild - das Projekt unter dem Namen SuSE (Software und System Entwicklung) Linux starteten. In der Anfangszeit verkaufte die junge Firma Sätze von Floppydisks, die eine deutsche Ausgabe von Slackware Linux enthielten, aber es dauerte nicht lange, bis SuSE Linux mit der Veröffentlichung von Version 4.2 im Mai 1996 eine unabhängige Distribution wurde. In den folgenden Jahren übernahmen die Entwickler das RPM-Format für das Paket-Management und führten YaST ein, ein einfach zu benutzendes Werkzeug zur grafischen Systemverwaltung. Regelmäßige Veröffentlichungen, eine sehr gute gedruckte Dokumentation und leichte Verfügbarkeit von SuSE Linux in Geschäften in Europa und Nord Amerika führten zu einer wachsenden Bekanntheit der Distribution.
SuSE Linux wurde Ende 2003 von Novell gekauft. Größere Veränderungen in der Entwicklung, Lizenzierung und Verfügbarkeit von SUSE Linux folgten kurz darauf - YaST wurde unter der General Public License veröffentlicht, die ISO-Abbilder wurden frei von öffentlichen Download-Servern verbreitet und, am bedeutsamsten, die Entwicklung der Distribution wurde erstmalig für eine öffentliche Beteiligung geöffnet. Seit dem Start des openSUSE-Projektes und der Veröffentlichung von Version 10.0 im Oktober 2005 wurde die Distribution vollständig frei, in beiden Bedeutungen des Wortes. Der Code von openSUSE bildet seither die Grundlage für Novells kommerzielle Produkte, die zunächst Novell Linux genannt, aber später in SUSE Linux Enterprise Desktop und SUSE Linux Enterprise Server umbenannt wurden.
Heute hat openSUSE eine große Anhängerschaft zufriedener Nutzer. Der Hauptgrund dafür, dass openSUSE Bestnoten von seinen Nutzern erhält sind angenehme und ausgefeilte Desktop-Umgebungen (KDE und GNOME), ein exzellentes Dienstprogramm zur Systemverwaltung (YaST) und, für jene, die die Kaufversion erwerben, mit die besten Handbücher, die man für eine Distribution bekommen kann. Der kürzlich zwischen Novell und Microsoft abgeschlossene Vertrag indes, der scheinbar Microsofts Argument, man habe geistige Eigentumsrechte an Linux, nachgibt, führte zu einer Reihe von Verurteilungen durch viele Vertreter der Linux-Szene und brachte einige Nutzer dazu, die Distribution zu wechseln. Obwohl Novell den Vertrag herunterspielte und Microsoft bisher noch keine Rechte ausgeübt hat, bleibt die Angelegenheit ein Fleck auf der Weste der ansonsten sehr Community-freundlichen Firma.
- Vorteile: Umfassendes und intuitiv bedienbares Konfigurations-Werkzeug; große Software-Auswahl; exzellente Struktur des Internettauftritts und gedruckte Dokumentation
- Nachteile: Novells Patent-Vertrag mit Microsoft vom November 2006 legitimiert scheinbar Microsofts Besitztumsansprüche gegenüber Linux; die umfangreiche Ausstattung des Desktop und dessen grafische Dienstprogramme werden manchmal als "aufgebläht und langsam" angesehen.
- Software Paket Management: YaST, ein grafisch und über die Kommandozeile zu bedienendes Programm, unter Verwendung von RPM-Paketen
- Erhältliche Ausgaben: openSUSEfür 32-Bit (i386), 64-Bit (x86_64) und PowerPC (ppc) Prozessoren (sowie eine installierbare Live-CD-Edition); SUSE Linux Enterprise Desktop/Serverfür i586, IA64, PowerPC, s390, s390x und x86_64 Architekturen.

openSUSE 11.2
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| Debian GNU/Linux |
Debian GNU/Linux wurde erstmals 1993 angekündigt. Dem Gründer, Ian Murdock, schwebte die Schaffung eines vollständig nicht-kommerziellen Projektes vor, das von hunderten freiwilligen Entwicklern in ihrer Freizeit entwickelt würde. Da die Zahl der Skeptiker zu der Zeit jene der Optimisten bei Weitem überstieg, schien es dazu bestimmt sich aufzulösen und fehlzuschlagen - aber es kam ganz anders. Debian überlebte nicht nur, es gedieh und wurde innerhalb eines Jahrzehnts zur größten Linux Distribution und vielleicht zum größten gemeinschaftlichen Software-Projekt, das je geschaffen wurde!
Der Erfolg von Debian GNU/Linux kann durch die folgenden Zahlen illustriert werden: Es wird von über 1.000 freiwilligen Entwicklern entwickelt, sein Software-Archiv enthält über 20.000 Pakete (kompiliert für 11 Prozessor-Architekturen) und es ermöglichte die Entstehung von über 120 Debian-basierten Distributionen und Live-CDs. Diese Zahlen werden von keinem anderen Linux-basierten Betriebssystem erreicht. Die gegenwärtige Entwicklung von Debian erfolgt in drei Hauptzweigen (oder vier, wenn man den brandaktuellen "experimental"-Zweig einbezieht), die jeweils einen zunehmenden Grad an Stabilität aufweisen: "unstable" (auch bekannt als "sid"), "testing" und "stable". Diese stufenweise Integration und Stabilisierung von Paketen und Funktionen, zusammen mit den eingeführten Mechanismen des Projektes zur Qualitätskontrolle, hat Debian den Ruf eingebracht, eine der am besten getesteten und fehlerfreiesten Distributionen zu sein.
Der langwierige und komplexe Entwicklungsstil hat allerdings auch seine Nachteile: die stabilen Veröffentlichungen von Debian sind nicht sonderlich aktuell und sie veralten schnell, insbesondere da neue stabile Veröffentlichungen nur alle 1 - 3 Jahre erfolgen. Jene Nutzer, die die aktuellsten Pakete und Technologien bevorzugen, sind gezwungen, die potentiell fehlerbehafteten "testing" oder "unstable" Zweige zu benutzen. Die hochgradig demokratischen Strukturen von Debian haben zu kontroversen Entscheidungen und internen Streitigkeiten unter den Entwicklern geführt. Dies trug zu einer Stagnation und dem Unwillen, radikale Entscheidungen zu treffen, die das Projekt weiter bringen würden, bei.
- Vorteile: Sehr stabil; bemerkenswerte Qualitätskontrolle; umfasst über 20.000 Softwarepakete; unterstützt mehr Prozessor-Architekturen als jede andere Linux Distribution
- Nachteile: Konservativ - infolge der Unterstützung vieler Prozessor-Architekturen werden neueste Technologien nicht immer integriert; langsamer Veröffentlichungsturnus (eine stabile Veröffentlichung alle 1 - 3 Jahre); Diskussionen auf Entwickler-Mailing-Listen und Blogs können manchmal unkultiviert sein
- Software Paket Management: Advanced Package Tool (APT) unter Verwendung von DEB-Paketen
- Erhältliche Ausgaben: Installations-CD/DVD und Live-CD-Abbilder für 11 Prozessor-Architekturen, einschließlich aller 32-Bit und 64-Bit Prozessoren von Intel, AMD, Power und anderen
- Vorgeschlagene Debian-basierte Alternativen: MEPIS Linux, Ubuntu, sidux. Damn Small Linux (für alte Computer), KNOPPIX (Live-CD), Dreamlinux (Desktop), Elive (Desktop mit Enlightenment), Xandros (kommerziell), 64 Studio (Multimedia)

Debian GNU/Linux 5.0
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| Mandriva Linux |
Mandriva Linux wurde von Gaël Duval im Juli 1998 unter dem Namen Mandrake Linux gestartet. Zuerst war es nur eine überarbeitete Auflage von Red Hat Linux mit einem benutzerfreundlicheren KDE-Desktop, aber die nachfolgenden Veröffentlichungen fügten zudem verschiedene benutzerfreundliche Aspekte hinzu, wie etwa ein neues Installationsprogramm, verbesserte Hardwareerkennung und ein intuitiv bedienbares Programm zur Festplatten-Partitionierung. Als ein Ergebnis dieser Verbesserungen blühte Mandrake Linux auf. Nach dem Erhalt von Risikokapital und der Umwandlung in ein Unternehmen pendelte der Erfolg der neu gegründeten Firma MandrakeSoft zwischen einem drohenden Bankrott Anfang 2003 und mehreren Zufkäufen in 2005. Letzteres führte, nach dem Zusammenschluss mit der brasilianischen Firma Conectiva, zur Namensänderung in Mandriva.
Mandriva Linux ist in erster Linie eine Desktop Distribution. Ihre beliebtesten Eigenschaften sind brandaktuelle Software, eine großartige Systemverwaltung (DrakConf), eine exzellent umgesetzte 64-Bit Edition und umfassende Internationalisierung. Es hatte lange vor vielen anderen populären Distributionen ein offenes Entwicklungsmodell, mit intensiven Beta-Tests und regelmäßigen stabilen Veröffentlichungen. In den letzten Jahren wurden zudem eine Reihe installierbarer Live-CDs entwickelt und Mandriva Flash gestartet - ein komplettes Mandriva Linux auf einem bootbaren USB-Flash-Gerät. Es war die erste größere Distribution, die ohne Anpassungsbedarf eine Unterstützung für populäre Netbooks, wie den ASUS Eee PC, bot.
Trotz seiner technischen Qualität erlebte Mandriva Linux in den letzten Jahren ein ständiges Auf und Ab. Dies hat teilweise mit dem Erscheinen anderer benutzerfreundlicher Distributionen zu tun, die Mandriva eingeholt haben, aber auch mit einigen umstrittenen Entscheidungen der Firma, die einen großen Bereich der Nutzerschaft abgeschreckt haben. Mandrivas Internetauftritt ist ein ungeordnetes Sammelsurium verschiedener Webseiten, während der "Mandriva Club", der ursprünglich entworfen wurde, um zahlenden Kunden zusätzlichen Nutzen zu bringen, zwiespältige Beurteilungen erhielt. Obwohl das Unternehmen sich einem Teil der Kritik angenommen hat, kämpft es immer noch einen schweren Kampf, um neue Linux-Nutzer oder Nutzer anderer Distributionen von der Erprobung (und dem Kauf) seiner Produkte zu überzeugen.
- Vorteile: Anfänger-freundlich, besonders die kommerziellen Versionen; exzellentes zentrales Konfigurationsprogramm; sehr gute Unterstützung dutzender Sprachen; installierbare Live-CD
- Nachteile: Fehlende umfassende Marketing-Strategie, um mit anderen führenden Distributionen zu konkurrieren. Die Nicht-Existenz von Büchern zu Mandriva zeigt die fehlende Beachtung von Verlagen.
- Software Paket Management: URPMI mit Rpmdrake (eine grafische Oberfläche für URPMI) unter Verwendung von RPM-Paketen; "SMART" ist als alternative Methode verfügbar
- Erhältliche Ausgaben: Frei herunterladbare Mandriva Free und One Editionen für 32-Bit (i386) und 64-Bit (x86_64) Prozessoren; kommerzielle Mandriva Discovery, PowerPack und PowerPack Plus Editionen für 32-Bit (i386) and 64-Bit (x86_64); außerdem high-end "Corporate" Lösungen für Desktops, Server and Firewalls, alle mit der Option für Langzeitunterstützung
- Vorgeschlagene Mandriva-basierte Alternativen: PCLinuxOS (Desktop)

Mandriva Linux 2010
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| Linux Mint |
Linux Mint, eine auf Ubuntu basierende Distribution, wurde 2006 von Clement Lefebvre gestartet, einem französisch-stämmigen IT-Spezialisten, der in Irland lebt und arbeitet. Ursprünglich unterhielt er nur eine Linux-Website, die darauf ausgerichtet war Hilfe, Tipps und Dokumentationen für neue Nutzer bereit zu stellen, doch er sah die Möglichkeit, eine Linux-Distribution zu entwickeln, die sich um die vielen Mängel in der Benutzerfreundlichkeit kümmern sollte, die mit den etablierten, mehr technischen Produkten, verbunden waren. Nachdem er die Besucher seiner Website um Resonanz gebeten hatte, begann er das zu entwickeln, was viele als "verbessertes Ubuntu" bezeichnen.
Aber Linux Mint ist nicht nur ein Ubuntu mit einem neuen Satz an Anwendungen und einem aktualisierten Desktopmotiv. Von Anfang an haben die Entwickler eine Vielfalt an grafischen "Mint-" Werkzeugen hinzugefügt, um die Benutzbarkeit zu verbessern. Dies beinhaltet mintDesktop - ein Dienstprogramm zur Konfiguration der Desktop-Umgebung, mintMenu - eine neue und elegante Menüstruktur für eine einfachere Navigation, mitInstall - ein leicht zu bedienendes Programm zur Software-Installation und mintUpdate - ein Software-Aktualisierer, um nur ein paar der bedeutenderen unter etlichen Werkzeugen und hunderten zusätzlichen Verbesserungen zu erwähnen. Das Projekt gestaltet auch sein eigenes Artwork. Sein guter Ruf für Bedienkomfort wurde durch die Aufnahme proprietärer und patent-belasteter Multimedia-Codecs, die aufgrund möglicher rechtlicher Gefahren in größeren Distributionen oft fehlen, weiter gesteigert. Eine der besten Eigenschaften von Linux Mint ist allerdings die Tatsache, dass die Entwickler den Nutzern zuhören und immer schnell darin sind, gute Vorschläge umzusetzen.
Während Linux Mint als kostenloser Download zur Verfügung steht, erzielt das Projekt Einkünfte über Spenden, Werbung und professionelle Support-Dienste. Es gibt keinen feststehenden Veröffentlichungs-Zeitplan und keine Liste mit geplanten Funktionen, aber man kann eine neue Linux Mint Version einige Wochen nach jeder stabilen Ubuntu-Veröffentlichung erwarten. Neben der "Main"- (Haupt-) Edition, die den GNOME-Desktop bietet, erstellt das Projekt auch eine Auswahl weniger regelmäßiger "Gemeinschafts"- Editionen mit alternativen Desktops, wie KDE Xfce und Fluxbox. Diese werden allerdings oft erst mehrere Monate nach der Veröffentlichung der "Haupt"-GNOME-Ausgabe fertig gestellt und ihnen fehlen manchmal einige der "minty" (hier im Sinne von "frischen" oder "neuen"; d. Übs.) Werkzeuge und andere Charakteristiken, die im Vorzeigeprodukt des Projektes zu finden sind. Linux Mint hält nicht an den Prinzipien der Software-Freiheit fest und veröffentlicht keine Sicherheitshinweise.
- Vorteile: Hervorragende Sammlung selbst entwickelter neuer ("minty") Werkzeuge, hunderte benutzerfreundlicher Verbesserungen, Einschluss von Multimedia-Codecs, offen für Vorschläge von Nutzern.
- Nachteile: Die alternativen "Gemeinschafts"-Editionen beinhalten nicht immer die neuesten Besonderheiten, das Projekt gibt keine Sicherheitshinweise heraus.
- Software Paket Management: APT mit mintInstall unter Verwendung von DEB-Pakaten (kompatibel mit den Ubuntu-Repositorien)
- Erhältliche Ausgaben: Eine "Haupt"-Ausgabe (mit GNOME für 32-Bit und 64-Bit Computer, eine Auswahl an "Gemeinschafts"-Editionen (mit KDE, XFCE und Fluxbox) für 32-Bit Computer
- Mögliche Alternativen: Ubuntu, SimplyMEPIS

Linux Mint 8
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| PCLinuxOS |
PCLinuxOS wurde erstmals 2003 von Bill Reynolds, besser bekannt als "Texstar", angekündigt. Bevor er seine eingene Distribution schuf, war Texstar bereits in der Mandrake-Linux-Nutzergemeinschaft als Entwickler bekannt. Er erstellte aktuelle RPM-Pakete für diese Distribution und stellte sie zum kostenlosen Download bereit. 2003 entschied er sich, eine neue Distribution zu erstellen, die ursprünglich auf Mandrake Linux basierte aber verschiedene bedeutende Verbesserungen in Sachen Bedienbarkeit enthielt. Die Ziele? Sie sollte Anfänger-freundlich sein, eingebaute Unterstützung proprietärer Kernelmodule, Browser-Plugins und Media-Codecs mitbringen und sollte als Live-CD mit einem einfachen und intuitiven grafischen Installationsprogramm fungieren.
Einige Jahre und Entwicklungsversionen später nähert sich PCLinuxOS seinem geplanten Zustand schnell. In Fragen der Bedienbarkeit bringt das Projekt von Haus aus viele Technologien mit, die ein Umsteiger von Windows nach Linux von seinem neuen Betriebssystem erwarten würde. Auf der Softwareseite handelt es sich bei PCLinuxOS um eine an KDE ausgerichtete Distribution, mit einer angepassten und stets aktuellen Version dieser beliebten Desktopumgebung. Ihr wachsendes Softwarearchiv enthält jedoch auch andere Desktopumgebungen und bietet eine große Anzahl von Programmen für viele gängige Aufgaben. Zur Konfiguration des Systems wurde viel von Mandrakes ausgezeichnetem Control Centre beibehalten, das Paket-Management wurde jedoch durch APT und Synaptic, einer grafischen Oberfläche für das Paket-Management, ersetzt.
Auf der negativen Seite fehlt es PCLinuxOS an jeder Art von Entwicklungsplänen oder -zielen. Trotz der wachsenden Beteiligung der Gemeinschaft verbleibt der Großteil der Entwicklung und der Entscheidungsfindung in den Händen von Texstar, der dazu neigt, die Stabilität einer Veröffentlichung eher konservativ zu beurteilen. Dies führt dazu, dass der Entwicklungprozess von PCLinuxOS langwierig ist und neue Versionen erst veröffentlicht werden, wenn alle bekannten Fehler behoben sind. Momentan gibt es keine Pläne für eine 64-Bit Ausgabe von PCLinuxOS.
- Vorteile: Eingebaute Unterstützung von Grafik-Treibern, Browser-Plugins und Media-Codecs; schnelle Boot-Zeiten; aktuelle Software
- Nachteile: keine 64-Bit Ausgabe; keine automatische Unterstützung anderer Sprachen als Englisch; fehlende Veröffentlichungs-Planung
- Software Paket Management: Advanced Package Tool (APT) unter Verwendung von RPM-Paketen
- Erhältliche Ausgaben: MiniMe, Junior and BigDaddy Editionen für 32-Bit (i586) Prozessor Architekturen
- Vorgeschlagene PCLinuxOS-basierte Alternativen:Mandriva Linux, SAM Linux Desktop, Granular Linux

PCLinuxOS 2009.2
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| Slackware Linux |
Slackware Linux, geschaffen von Patrick Volkerding im Jahr 1992, ist die älteste noch bestehende Linuxdistribution. Entstanden aus dem mittlerweile nicht mehr existenten SLS-Projekt kam Slackware 1.0 auf 24 Floppydisks und baute auf Version 0.99pl11-alpha des Linux-Kernel auf. Es wurde schnell zur populärsten Linux-Distribution, mit Schätzungen, die bis zu einem Marktanteil von 80% an allen Linux-Installationen im Jahr 1995 gehen. Seine Beliebtheit nahm dramatisch ab, als Red Hat Linux und andere, nutzerfreundlichere Distributionen erschienen, aber Slackware Linux bleibt auch weiterhin unter eher technisch interessierten System-Administratoren und Desktop-Nutzern ein hoch geschätztes Betriebssystem.
Slackware Linux ist eine hoch technische, saubere Distribution mit nur einer sehr beschränkten Anzahl speziell erstellter Anwendungen. Es verwendet ein einfaches text-basiertes Installationsprogramm und ein vergleichsweise primitives Paket-Management-System, das keine Abhängigkeiten zwischen Softwarepaketen auflöst. Als Ergebnis wird Slackware als eine der saubersten und am wenigsten fehlerbehafteten Distributionen angesehen - das Fehlen Slackware-spezifischer Erweiterungen reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass neue Fehler in das System einfließen. Alle Konfigurationsarbeiten werden durch das Editieren von Textdateien vorgenommen. Es gibt eine Redewendung in der Linux-Community, die besagt, dass man, wenn man Red Hat lernt, Red Hat kennt, aber wenn man Slackware lernt, man Linux kennt. Dies gilt insbesondere heute, da viele Linux Distributionen stark angepasste Produkte entwickeln, um die Bedürfnisse der weniger technischen Nutzer abzudecken.
Während diese Philosophie der Einfachheit seine Befürworter hat, ist es eine Tatsache, dass Slackware zunehmend zu einem "Kernsystem" wird, auf dem neue, angepasste Lösungen aufbauen, statt einer kompletten Distribution mit einer großen Bandbreite an unterstützter Software. Die einzige Ausnahme hiervon ist der Server-Markt, auf dem Slackware beliebt bleibt, wenn auch hier das komplexe Aktualisierungsverfahren und das Fehlen offiziell unterstützter automatisierter Werkzeuge für Sicherheitsaktualisierungen es zunehmend weniger konkurrenzfähig machen. Slackwares konservative Einstellung gegenüber den Basiskomponenten des Systems bedeuten einen großen nachträglichen Aufwand, um es in ein modernes Desktopsystem zu verwandeln.
- Vorteile: Sehr stabil, sauber und fehlerfrei, strikte Befolgung der UNIX-Prinzipien
- Nachteile: Eingeschränkte Anzahl offiziell unterstützter Anwendungen; konservativ bei der Auswahl der Basis-Pakete; komplexes Aktualisierungsverfahren
- Software Paket Management: "pkgtools" unter Verwendung von TXZ-Paketen
- Erhältliche Ausgaben: Installations-CDs und -DVD für 32-Bit (i486) und 64-Bit (x86_64) Prozessoren
- Vorgeschlagene Slackware-basierte Alternativen:Zenwalk Linux (Desktop), VectorLinux (Desktop), SLAX (Live-CD), Slamd64 Linux (64-Bit), Bluewhite64 Linux (64-Bit), Wolvix (Desktop, Live-CD), GoblinX (Desktop, Live-CD)
- Andere Distributionen mit ähnlicher Philosophie:Arch Linux, Frugalware Linux

Slackware Linux 13.0
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| Gentoo Linux |
Das Konzept von Gentoo Linux wurde um das Jahr 2000 von Daniel Robbins entworfen, einem ehemaligen Stampede Linux und FreeBSD-Entwickler. Sein Kontakt mit FreeBSD und dessen "ports" genannten "autobuild"-Fähigkeiten war es, der ihn darauf brachte einen Teil der Prinzipien hinter FreeBSDs Software Management unter dem Namen "portage" in Gentoo zu integrieren. Die Idee war, eine Linux Distribution zu entwickeln, die es dem Nutzer erlaubt den Linux-Kernel und Anwendungen auf dem eigenen Computer direkt aus dem Quellcode zu kompilieren, um so ein hochgradig optimiertes und immer aktuelles System zu unterhalten. Zu der Zeit, als das Projekt im März 2002 seine Version 1.0 veröffentlichte, wurde Gentoos Paket-Management als überlegene Alternative zu einigen binären Paket-Management-Systemen betrachtet, insbesondere dem damals weit verbreiteten RPM.
Gentoo Linux wurde für Power-Nutzer entworfen. Ursprünglich war die Installation mühsam und langwierig und benötigte Stunden oder gar Tage um eine komplette Linux Distribution auf der Kommandozeile zu kompilieren. Allerdings vereinfachte das Projekt im Jahr 2006 den Installationsprozess durch die Entwicklung einer installierbaren Gentoo Live-CD mit grafischem Installationsprogramm. Neben einem stets aktuellen Angebot an Paketen, die mit einem einzigen Befehl installiert werden können, sind weitere wichtige Merkmale der Distribution ihre exzellente Sicherheit, umfassende Konfigurations-Optionen, Unterstützung vieler Architekturen und die Fähigkeit, das Sytsem aktuell zu halten, ohne es neu zu installieren. Die Dokumentation von Gentoo wurde wiederholt als beste Online-Dokumentation aller Distributionen bezeichnet.
Gento Linux hat in den letzten Jahren viel seines ursprünglichen Glanzes verloren. Ein Teil der Gentoo Nutzer hat erkannt, dass das zeitraubende Kompilieren von Softwarepaketen nur einen marginalen Vorteil in Sachen Geschwindigkeit und Optimierung bringt. Seit der Gründer und wohlwollende Diktator des Gentoo-Projektes im Jahr 2004 ausschied, kämpft die neu gegründete Gentoo Foundation mit einem Mangel an klaren Zielvorgaben und mit regelmäßigen Konflikten zwischen Entwicklern, was zu verschiedenen stark beachteten Ausstiegen bekannter Gentoo-Persönlichkeiten führte. Es bleibt abzuwarten, ob Gentoo seine innovativen Qualitäten der Vergangenheit wiedergewinnen kann oder ob es sich langsam in eine lose Ansammlung persönlicher Teilprojekte ohne klare Ziele auflöst.
- Vorteile: Exzellente Software-Management-Infrastruktur, unerreichte Möglichkeiten zur Anpassung, hervorragende Online-Dokumentation
- Nachteile: Gelegentliche Instabilität und Risiko eines Ausfalls, das Projekt leidet unter einem Mangel an Zielvorgaben und regelmäßigem Streit zwischen seinen Entwicklern
- Software Paket Management: "Portage" unter Verwendung von Quell- (SRC) Paketen
- Erhältliche Ausgaben: Minimal Installations-CD und Live-CD (mit GNOME) für Alpha, AMD64, HPPA, IA64, MIPS, PPC, SPARC und x86 Prozessoren; ebenso sogenannte "stages" für eine manuelle Installation von der Kommandozeile
- Vorgeschlagene Gentoo-basierte Alternativen: SabayonLinux (Desktop, Live-CD/DVD), VLOS (Desktop), Ututo (Desktop, freie Software)
- Andere Quellcode-basierte Distributionen: Lunar Linux, Source Mage GNU/Linux, Sorcerer, Linux From Scratch

Gentoo Linux 10.1
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| CentOS |
CentOS ist ein Ende 2003 gestartetes Gemeinschaftsprojekt mit dem Ziel, den Quellcode von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) zu einer installierbaren Linux-Distribution umzubauen und rechtzeitige Sicherheits-Updates für alle enthaltenen Software-Pakete bereit zu stellen. Um es deutlicher zu sagen: CentOS ist nicht mehr, als ein Nachbau von RHEL. Der einzige technische Unterschied zwischen den beiden sind die Markenzeichen - CentOS ersetzt alle Red-Hat-Markenzeichen und Logos durch die eigenen. Allerdings ist die Verbindung zwischen RHEL und CentOS auf der CentOS-Website nicht sofort ersichtlich: aufgrund von Markenschutzrechten wird Red Hat nur als "bedeutender nord-amerikanischer Anbieter von Enterprise-Linux", anstelle des eigentlichen Namens, bezeichnet. Trotzdem sind die Beziehungen zwischen Red Hat und CentOS freundschaftlich und viele CentOS-Entwickler stehen in regem Kontakt mit Red Hat-Technikern.
CentOS wird häufig als zuverlässige Server-Distribution betrachtet. Es bringt die gleiche Zusammenstellung von erprobtem und stabilem Linux-Kernel und Software-Paketen mit, die auch die Basis seines Ursprungs, Red Hat Enterprise Linux, bilden. Obwohl es ein von Freiwilligen betriebenes Gemeinschafts-Projekt ist, hat es insbesondere unter erfahrenen Linux-Administratoren den Ruf erworben, eine stabile, kostenlose Alternative zu den teureren Server-Produkten am Markt zu sein. CentOS ist auch als Desktop-Lösung für Unternehmen geeignet, besonders dort, wo Stabilität, Zuverlässigkeit und langfristiger Support der aktuellsten Software und den neuesten Funktionen vorgezogen werden. So wie RHEL wird auch CentOS mindestens 5 Jahre mit Sicherheits-Updates unterstützt.
Trotz seiner Vorteile mag CentOS nicht die beste Lösung für alle Anwendungs-Szenarien sein. Nutzer, die eine Linux-Distribution mit der neuesten Linux-Technologie und den aktuellsten Software-Paketen bevorzugen, sollten sich woanders umsehen. CentOS' Haupt-Versionen, die der RHEL-Versionierung folgen, werden alle 2 - 3 Jahre veröffentlicht, während Zwischenversionen (z. B. 5.1) in Intervallen von 6 - 9 Monaten erscheinen. Die Zwischenversionen enthalten in der Regel keine wesentlich neuen Funktionen (obwohl sie manchmal Unterstützung für aktueller Hardware mitbringen) und nur eine Hand voll Software-Pakete wird auf neuere Versionen aktualisiert. Der Linux-Kernel, das Basis-System und die meisten Anwendungs-Versionen bleiben unverändert, aber gelegentlich kann eine neuere Version eines wichtigen Software-Paketes (z. B. OpenOffice.org oder Firefox) versuchsweise bereit gestellt werden. Als Nebenprojekt erstellt CentOS auch aktualisierte Pakete für die Nutzer seiner Distribution, aber die Repositorien, die diese enthalten, sind standardmäßig nicht aktiviert, da sie die Kompatibilität mit der Hauptversion zerstören können.
- Vorteile: Extrem erprobt, stabil und zuverlässig; kostenlos herunterzuladen und zu nutzen; bietet 5 Jahre lang kostenfreie Sicherheits-Updates; pünktliche Veröffentlichungen und Sicherheits-Updates
- Nachteile: Neueste Linux-Technologien fehlen; zur Zeit der Veröffentlichung sind die meisten Software-Pakete veraltet.
- Software Paket Management: YUM, ein grafisch und über die Kommandozeile zu bedienendes Programm unter Verwendung von RPM-Paketen.
- Erhältliche Ausgaben: Installations-DVDs und installierbare Live-CDs (mit GNOME) für i386- und X86_64-Prozessoren; ältere Versionen (3.x und 4.x) sind auch für Alpha-, IA64- und IBM z-series- (s390, s390x) Prozessoren erhältlich.
- Andere RHEL-Nachbauten und CentOS-basierte Distributionen Scientific Linux, SME Server, StartCom Enterprise Linux, Fermi Linux, Rocks Cluster Distribution, Oracle Enterprise Linux

CentOS 5.4
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| FreeBSD |
FreeBSD, über die Berkeley Software Distribution (BSD) ein indirekter Nachfahre von AT&T UNIX, hat eine lange und turbulente Geschichte, die bis ins Jahr 1993 zurück reicht. Anders als Linux-Distributionen, die als integrierte Softwarelösungen, bestehend aus dem Linux-Kernel und tausenden Applikationen definiert werden, ist FreeBSD ein ganzheitliches Betriebssystem, das aus dem BSD-Kernel und dem sogenannten "userland" aufgebaut wird (und daher auch ohne zusätzliche Applikationen nutzbar ist). Diese Unterscheidung geht weitgehend verloren, sobald es auf einem durchschnittlichen Computersystem installiert wurde: wie bei vielen Linux-Distributionen steht eine große Sammlung leicht zu installierender (meist quelloffener) Anwendungen zur Verfügung, um die FreeBSD-Basis zu erweitern. Aber diese werden üblicherweise von Drittanbietern bereit gestellt und sind streng genommen nicht Teil von FreeBSD.
FreeBSD hat sich den Ruf erworben, ein schnelles, leistungsstarkes und extrem stabiles Betriebssystem zu sein, das sich insbesondere für Webserver und vergleichbare Einsatzgebiete eignet. Viele große Suchmaschinen und Organisationen mit unternehmenskritischer Computer-Infrastruktur setzen FreeBSD seit Jahren auf ihren Computersystemen ein. Im Vergleich zu Linux wird FreeBSD unter einer weit weniger restriktiven Lizenz vertrieben, die eine so gut wie uneingeschränkte Wiederverwendung und Modifizierung des Quellcodes für jeden Einsatzzweck zulässt. Sogar Apples Mac OS X wurde bekanntermaßen von BSD abgeleitet. Neben dem Kern des Betriebssystems bietet das Projekt auch über 15.000 Software-Anwendungen in binärer Form und im Quellcode an, damit diese leicht auf dem FreeBSD-Kern installiert werden können.
Während FreeBSD sicherlich als Desktop-Betriebssystem genutzt werden kann, kann es in diesem Bereich nicht gut mit populären Linix-Distributionen mithalten. Das textbasierte Installationsprogramm bietet in Sachen Hardwareerkennung oder Systemkonfiguration wenig und überlässt dem Nutzer den Großteil dieser niederen Arbeiten nach der Installation. Bezüglich der Unterstützung moderner Hardware hinkt FreeBSD in der Regel Linux hinterher, insbesondere bei der Unterstützung populärer Desktop- und Laptop-Spielereien wie drahtlosen Netzwerkkarten oder Digitalkameras. Jene Nutzer, die die Geschwindigkeit und Stabilität von FreeBSD auf einem Desktop oder einer Workstation nutzen wollen, sollten eher den Einsatz eines der erhältlichen Desktop-FreeBSD-Projekte erwägen, als von FreeBSD selbst.
- Vorteile: Schnell und stabil; Verfügbarkeit von über 15.000 installierbarer Software-Applikationen (oder "ports"); sehr gute Dokumentation
- Nachteile: Neigt dazu bei der Unterstützung exotischer Hardware hinter Linux zurück zu bleiben, begrenzte Erhältlichkeit kommerzieller Applikationen; fehlende grafische Konfigurations-Werkzeuge
- Software Paket Management: Komplett Kommandozeilen-basierte Paket-Management-Infrastruktur unter Verwendung von entweder Binärpaketen oder quellcodebasierten "ports" (TBZ)
- Erhältliche Ausgaben: Installations-CDs für Alpha, AMD64, i386, IA64, PC98 und SPARC64 Prozessoren
- Vorgeschlagene FreeBSD-basierte Alternativen: PC-BSD (Desktop), DesktopBSD (Desktop), FreeSBIE (Live-CD)
- Andere BSD-Alternativen: OpenBSD, NetBSD, DragonFly BSD, MidnightBSD

FreeBSD 8.0
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Copyright © 2009 DistroWatch.com. This German translation was kindly provided by Michael Eickenboom.
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